„Das achte Opfer“ von Andreas Franz

Bewertung: 4 von 5.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der in mehreren Abschnitten das zentrale Thema einleitet und den Leser direkt in die Geschichte hineinzieht.

Eine Besonderheit dieses Kriminalromans ist, dass der Leser nicht nur frühzeitig Einblicke in die Gedankenwelt des Täters erhält, sondern ihn auch während seiner Vorbereitungen und später auch während seiner Taten begleitet.
Obwohl man dadurch relativ früh eine Verbindung herstellen kann, wer der Täter ist, schmälert dies keineswegs die Spannung der Handlung.

Die Art und Weise, wie Andreas Franz seine Charaktere beschreibt, gefällt mir wieder sehr gut. Selbst die Beschreibungen alltäglicher Tätigkeiten werden lebendig dargestellt, ohne dabei langatmig zu wirken.
Ich bin ein absoluter Fan des Ermittlerteams Durant und Hellmer – ihre sympathische Art macht sie zu authentischen Figuren, die man sowohl beruflich als auch privat gerne begleitet.

Insgesamt gibt es eine Vielzahl an Personen, doch aufgrund der klaren Darstellung und Entwicklung der Charaktere fiel es mir leicht, den Überblick zu behalten.

Dieser Krimi beschäftigt sich mit einem äußerst wichtigen gesellschaftlichen Thema, welches aufzeigt, zu welchen Abgründen Menschen fähig sind.
Zum ersten Mal empfand ich Mitgefühl und sogar eine gewisse Sympathie für den Täter, da man als Leser die Gründe und Trauer hinter seinen Taten kennenlernt.

Ein äußerst lesenswerter und spannend geschriebener Krimi, der mich sehr fesseln konnte. Ich vergebe daher ⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung für alle Krimifans aus.

Buchdetails:

Ausgabe: Taschenbuch
Verlag: Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 02.05.2000
ISBN: 978-3-426-61789-2
Seitenanzahl: 512

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