Grandioser und unvorhersehbarer Auftakt der David-Hunter-Reihe.

Der Autor schafft es auf seine ganz eigene besondere Art und Weise, den Leser zu fesseln. Bereits auf den ersten Seiten des Thrillers wurde ich von der packenden Handlung in ihren Bann gezogen.
Besonders hervorzuheben ist der fesselnde Schreibstil des Autors, der mit geschickt platzierten Andeutungen die Neugierde des Lesers anregt, was als Nächstes passieren wird.
Die düstere Atmosphäre wurde überaus gelungen beschrieben und vermittelte eine spürbare Beklemmung.
Beckett zeigt sich als Meister in rechtsmedizinischen Aspekten und schildert die Fundorte und Leichen mit beeindruckender Bildlichkeit, was mir unglaublich gut gefallen hat!
Auch die Protagonisten, allen voran der sympathische Hauptcharakter David Hunter, wurden einfühlsam und lebendig dargestellt.
Allerdings muss ich erwähnen, dass die Ähnlichkeit der Namen der Nebencharaktere bei mir teilweise für Verwirrungen sorgte.
Während der Thriller mit einem rasanten Start begeisterte, ließ die Spannung in der Mitte des Buches etwas nach.
Doch gegen Ende hin nahm die Geschichte erneut an Fahrt auf und die unglaublich unerwartete Plottwists konnten mich sehr begeistern.
Die Auflösung zog sich bis zur letzten Seite, was die Spannung bis zum Epilog aufrechterhielt. Da dabei auch die letzten Hintergründe aufgeklärt wurden, wirkte die Handlung in sich stimmig.
Insgesamt bietet der Thriller einen grandiosen und unvorhersehbaren Auftakt der David-Hunter-Reihe.
Obwohl der Mittelteil des Buches einige Längen aufweist und dadurch nicht mit anderen Pageturnern mithalten kann, sind die Aspekte der forensischen Anthropologie exzellent ausgearbeitet und tragen zu einem gut durchdachten Fall bei.
Durch die beeindruckend bildhaften Beschreibungen wurde das Leseerlebnis zu etwas Besonderem. Daher kann ich das Buch allen Lesern empfehlen, die sich für detaillierte und realistische Darstellungen von Mordopfern interessieren.
Alles in allem erhält „Die Chemie des Todes“ von mir 4 von 5 Sternen.
Buchdetails:
Ausgabe: Taschenbuch
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 01.08.2007
ISBN: 978-3-499-24197-0
Seitenanzahl: 430
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