„Der Jäger“ von Andreas Franz

Die geschickte Geheimhaltung des Täters und der fesselnde Schreibstil konnten mich in diesem Band sehr überzeugen.

Bewertung: 4 von 5.

Dieser Band der Krimireihe erinnert von der Struktur und dem Personenaufbau her sehr stark an die vorherigen Bänden, weshalb es sich alles sehr nach einer Wiederholung anfühlte. Wie auch in den anderen Teilen haben wir es wieder mit einer Vielzahl an Nebencharakteren zu tun, deren Ähnlichkeit immer wieder dafür führte, dass man den Überblick verliert.

Sehr gut gefallen hat mir dagegen wie immer der flüssig-leichte Schreibstil des Autors, der mich in allen Situationen mitreißen kann.
Auch wenn mir die Protagonistin in diesem Band besonders unsympathisch und schnell genervt erschien, sind mir die Ermittler als Charaktere mittlerweile echt ans Herz gewachsen.

Besonders beeindruckt haben mich die Kapitel aus Sicht der weiblichen Opfer, die die letzten Stunden vor ihrem Tod beschreiben. Dabei waren die Taten sehr detailliert und schockierend dargestellt, sodass ich in diesen Momenten das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Die Identität des Täters wurde sehr lange geschickt verborgen gehalten, was bei mir für einen überraschenden Enthüllungsmoment sorgte. Die eigentliche Auflösung des Motivs wirkte jedoch eher unspektakulär, und ich hätte mir hier mehr Details gewünscht.

Obwohl wir es in der Handlung mit keinem komplett neuen Fall zu tun haben, fand ich die geschickte Geheimhaltung des Täters und den fesselnden Schreibstil sehr überzeugend. Von mir gibt es daher 4 ⭐️.

Buchdetails:

Ausgabe: Taschenbuch
Verlag: Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 01.10.2001
ISBN: 978-3-426-61741-0
Seitenanzahl: 592

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