Der gewohnt flüssige Schreibstil Fitzeks sorgte dafür, dass ich den Thriller innerhalb eines Abends gelesen habe.

Der Einstieg in den Psychothriller gestaltete sich rasant und fesselnd. Trotz der Pageturner-Effekte benötigte ich allerdings einige Seiten, um vollständig in die Geschichte einzutauchen.
Besonders zu Beginn des Buches empfand ich die Darstellung der Charaktere als etwas verwirrend und konnte lange keine Verbindung zu ihnen aufbauen.
Dadurch, dass der Thriller hauptsächlich aus der Perspektive der Protagonistin Hannah erzählt wird, blieb die Spannung auf einem vergleichsweise geringen Level. Dennoch ermöglichte ihre Perspektive eine spürbare Atmosphäre der Beklemmung und Angst.
Besonders gut gefällt mir hier die geschickte Einbindung von Randpersonen aus anderen Fitzek-Thrillern, wie z.B. Philipp Stoya.
Die Verwirrung steigert sich im Verlauf der Handlung, wobei mir persönlich der Höhepunkt an nervenzerreißender Spannung fehlte. Die Handlung wird durch verschiedene Medien wie Videointerviews, Zeitungsartikel und Notizen geschickt aufgelockert.
Das Ende erschien mir etwas zu unspektakulär und abrupt, und die Auflösung löste bei mir keine Wow-Effekte aus. Besonders beeindruckt hat mich der letzte Plottwist, welcher dem Gesamtwerk einen tollen Abschluss gibt.
Die Recherche zur Thematik ist durchweg gelungen und der Thriller wird durch ein typisches Fitzek-Nachwort abgerundet!
Der gewohnt flüssige Schreibstil Fitzeks sorgte dafür, dass ich den Thriller innerhalb eines Abends gelesen habe. Dennoch fehlte mir hier das gewisse Etwas und der von Fitzeks Thrillern gewohnte Nervenkitzel, um das Buch zu einem spannenden Pageturner zu machen. Daher gibt es von mir 4 / 5 ⭐.
Buchdetails:
Ausgabe: Hardcover
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 25.10.2022
ISBN: 978-3-426-28157-4
Seitenanzahl: 384
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