„Silvester“ von Martin Österdahl

Ein ruhiger Thriller passend zu Silvester, bei dem mir besonders der Schreibstil sehr gut gefallen hat.

Bewertung: 3.5 von 5.

Der Einstieg las sich sehr vielversprechend und der flüssige Schreibstil machte den Thriller zu einem Pageturner und sorgte dafür, dass ich direkt von Beginn an gut in die Handlung einsteigen konnte.

Trotz der vergleichsweise geringen Spannung hat mich die Handlung sehr begeistert und diese ließ sich sehr gut verfolgen. Dabei sind die einzelnen Momente des Silvesterabends in unterschiedliche Abschnitte eingeteilt („Einladung“, „Aperitif“, „Vorspeise“, …), was der Handlung eine zusätzliche Struktur verleiht.

Die Charaktere werden authentisch beschrieben und ihre Geheimnisse wecken eine große Neugierde.

Insbesondere die zwischengeschobenen Kapitel aus der Vergangenheit enthüllen nach und nach die Vorgeschichte der Familien und tragen zur zusätzlichen Spannung der Geschichte bei.

Im Mittelteil hat die Spannung dann allerdings deutlich nachgelassen, da die geringe Anzahl der Personen und der gleichbleibende Handlungsort wenig Abwechslung darstellten.

Bereits einige Kapitel zuvor konnte ich die Wendungen und Auflösung voraussehen. Die Auflösung selbst erwies sich dabei als eher schwach und konnte mich nicht begeistern.

Das Finale war dann zwar sehr rasant gestaltet, passte jedoch nicht zur Atmosphäre der restlichen Handlung.

Insgesamt konnte „Silvester“ vor allem durch einen tollen Schreibstil überzeugen. Für einen Psychothriller hätte ich mir allerdings mehr durchgehende Spannung gewünscht.

Passend zur Silvesternacht bot das Buch eine stimmungsvolle Atmosphäre und eine interessante Handlung, die ich gerne verfolgt habe. Von mir gibt es daher 3,5 / 5 ⭐.

Buchdetails:

Ausgabe: Paperback
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 29.11.2023
ISBN: 978-3-7645-0848-7
Seitenanzahl: 352

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