„Tell“ von Joachim B. Schmidt

Schillers Drama neu interpretiert: Die sagenumwobene Geschichte von Wilhelm Tell wird auf eine neue und moderne Art und Weise spannend erzählt.

Bewertung: 4 von 5.

Das Buch ist in sehr kurzen Kapitel geschrieben, so dass sich schnell ein rasantes Tempo entwickelt. Die Kapitel werden aus der Perspektive verschiedener Personen erzählt, so dass man die Handlung aus der Sicht mehrerer Personen erlebt. Auch wenn die Figuren nur kurz und knapp zu Wort kommen, hat man den Eindruck, sie wirklich gut kennenzulernen und Einblick in ihre Gedanken zu bekommen. Die kurzen Sätze unterstützen dabei die Wirkung der Gedanken.

Ich habe zwar ein paar Seiten gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingekommen bin, aber dann liest es sich sehr gut und schnell. Im Gegensatz zu Schillers Drama ist der Roman sehr leicht zu lesen und wirkt lebendiger.

Da es für mich persönlich zu viele Personen sind, hätte dem Ganzen ein Namensregister wie bei Schiller gut getan, um diese von Beginn an richtig einordnen zu können.

Erst in der Mitte des Buches wird der Zusammenhang zu Schillers Vorlage deutlich. Leider kam dann alles sehr schnell und abrupt, so dass die letzten Seiten nur so dahingeflogen sind. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, um alles noch einmal zu reflektieren und zu sehen, was es für Tells Familie bedeutet. Ein rundes Ende, mit dem die Sage um Wilhelm Tell ihren Lauf nimmt.

Ich gebe dem Buch ⭐️⭐⭐⭐ von 5 Sternen.

Danke für das Rezensionsexemplar LOVELYBOOKS!

Buchdetails:

Ausgabe: Hardcover
Verlag: Diogenes
Erscheinungsdatum: 23.02.2022
ISBN: 978-3-
Seitenanzahl: 288

Hinterlasse einen Kommentar