Schlagwort: Rezensionsexemplar
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„Die Tote von Nazaré“ von Miguel Silva
Ein solider Urlaubskrimi mit atmosphärischem Setting an der portugiesischen Küste. Der Einstieg in diesen Krimi gelingt packend und rasant: Die Entdeckung der Toten in der Gegenwart und der Angriff auf die Protagonistin in der Vergangenheit sorgen sofort für Spannung und ziehen einen direkt in die Geschichte hinein. Besonders stark ist die Atmosphäre des Schauplatzes. Die…
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„Wintern“ von Kari Leibowitz
Das Sachbuch eröffnet interessante Perspektiven auf die kalte Jahreszeit, war mir allerdings zu langatmig und wissenschaftlich. Bereits von Beginn an sind die Vergleiche zwischen den gemütlichen und den düsteren Aspekten des Winters treffend, feinfühlig und sehr schön ausgearbeitet. Im weiteren Verlauf erweist sich das Buch jedoch als langatmig und stellenweise zäh. Es ist häufig überladen…
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„Perlen“ von Siân Hughes
Ein Roman mit einem schweren Thema, der mich emotional nicht erreicht hat. Der Einstieg ins erste Kapitel war bereits sehr holprig, und je weiter ich las, desto schwieriger wurde es für mich, die Geschichte zu greifen. Sie wirkt träge, vor allem durch ihre Struktur: lose aneinandergereihte Episoden ohne erzählerischen Sog. Die thematische statt chronologischen Gliederung…
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„Es spukt in Craven Manor“ von Darcy Coates
Ein eher weniger gruseliger Horrorroman mit einer atmosphärisch starken ersten Hälfte. Direkt zu Beginn hat mich das Buch mit seiner unfassbar gut gezeichneten Atmosphäre extrem in den Bann gezogen. Die gruselige Stimmung hat bei mir sofort für Gänsehautmomente gesorgt. Insgesamt ist die Handlung toll beschrieben und lässt sich sehr angenehm lesen.Im Mittelteil flachte die Spannung…
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„Mainsturm“ von Anja Mäderer
Ein spannender Regionalkrimi, der vor allem durch die eindrucksvoll recherchierten historischen Bezüge zur Stadt Würzburg überzeugt. „Mainsturm“ ist ein spannender Regionalkrimi, der nicht nur durch seine Handlung, sondern vor allem durch die eindrucksvolle Einbindung historischer Hintergründe der Stadt Würzburg besticht. Die Fakten zur Stadt sind hervorragend recherchiert und verleihen dem Buch eine besondere Tiefe, die…
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„Wenn Ende gut, dann alles“ von Volker Klüpfel
Ein gelungener Auftakt zur Cozy-Crime-Reihe, der insbesondere durch Humor, charmante Protagonisten und die Situationskomik punktet. Der angenehm lockere Schreibstil sowie die kurzen Kapitel sorgen für einen sehr flüssigen Einstieg – direkt mitten ins Geschehen. Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen: Das ungleiche Duo sorgt für reichlich Unterhaltung, vor allem durch ihre Schlagabtausche und die…
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„Kummersee“ von Iver Niklas Schwarz
Ein atmosphärisches Thrillerdebüt mit Mysteryelementen und einem grandiosen Prolog in einer eindrucksvollen Kulisse. Mein persönliches Highlight war der meisterhaft geschriebene Prolog – intensiv, atemlos spannend und komplett mitreißend. Trotz seiner Länge habe ich ihn komplett inhaliert, und mein Puls ging dabei ordentlich nach oben. Ein wirklich starker Einstieg! Auch danach bleibt das Buch durch kurze…
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„Moorlichter“ von Nicola Förg
Absolut empfehlenswert für Fans regionaler Krimis mit Tiefgang! Tolle Details über Rehkitzrettung, Kleintierzüchtung und Moorleichen in Kombination mit der bayerischen Mundart. „Moorlichter“ von Nicola Förg ist der 11. Band der Krimireihe rund um Kommissar Weinzirl in Oberbayern. „Moorlichter“ überzeugt durch seinen authentischen bayrischen Flair und die liebevolle Einbindung der bayerischen Mundart. Zudem wurden neben den…
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„Kein Land in Sicht“ von Christina Pertl
Ein Krimi ohne typische Ermittlungsarbeiten und einigen Schwächen in der Umsetzung. Der Krimi startet direkt sehr vielversprechend, allerdings lässt die Spannung nach wenigen Seiten nach und die Handlung wirkt stellenweise echt schleppend. Besonders in der ersten Hälfte wirkten die Charaktere für mich sehr platt beschrieben und die parallele Handlung in kursiver Schrift blieb mir komplett…
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„Verirrt“ von Michaela Kastel
Düsterer Thriller, der mich durch ein unglaublich gut beschriebenes und beklemmendes Setting überzeugt hat. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin konnte ich alle Szenen bildlich miterleben.Auch die Kapitel des Buches sind in einer sehr angenehmen Länge gehalten, was für mich für einen perfekten Lesefluss sorgte. Die zwischengeschobenen Kapitel, die die Perspektiven wechseln, lockerten das Buch…