„Die Tote von Nazaré“ von Miguel Silva

Ein solider Urlaubskrimi mit atmosphärischem Setting an der portugiesischen Küste.

Bewertung: 3.5 von 5.

Der Einstieg in diesen Krimi gelingt packend und rasant: Die Entdeckung der Toten in der Gegenwart und der Angriff auf die Protagonistin in der Vergangenheit sorgen sofort für Spannung und ziehen einen direkt in die Geschichte hinein.

Besonders stark ist die Atmosphäre des Schauplatzes. Die portugiesische Atlantikküste wird mit ihren rauen Landschaften und gewaltigen Wellen so lebendig beschrieben, dass beim Lesen echtes Fernweh entsteht. Dieses Setting ist für mich eines der größten Highlights des Buches und macht einen großen Teil des Leseerlebnisses aus.

Ergänzt wird das Ganze durch ein gegensätzliches Ermittlerduo, dessen Dynamik zusätzliche Spannung in die Handlung bringt. Die Charaktere hätten dabei insgesamt allerdings mehr Tiefe vertragen können.

Im Verlauf verliert der Krimi jedoch etwas an Tiefe. Die Ermittlungsarbeit bleibt eher oberflächlich und konnte mich nicht durchgehend fesseln. Auch die Handlung und insbesondere die Auflösung wirkten auf mich stellenweise etwas konstruiert und zu zufällig.

Ein atmosphärisch dichter Krimi, der vor allem durch sein Setting und den gelungenen Einstieg überzeugt. In der Ausarbeitung der Handlung und der Charaktere zeigt er jedoch kleinere Schwächen. Insgesamt eine solide, unterhaltsame Lektüre – perfekt für den Urlaub oder um sich im Winter an die portugiesische Küste zu träumen.

BEWERTUNG 3,5 | 5 ⭐

Buchdetails:

Ausgabe: Taschenbuch
Verlag: Aufbau
Erscheinungsdatum: 11.02.2026
ISBN:  978-3-7466-4324-3
Seitenanzahl: 320
Genre: Krimi

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