„Die Zentrale“ von Veit Etzold

Schnelllebiger Thriller in der Finanzbranche mit vielen Einblicken in die Welt des Bankwesens.

Bewertung: 3 von 5.

Dieser Band knüpft nahtlos an die Handlung des ersten Bandes an und erläutert die Ereignisse in kurzen Zusammenfassungen.
Teilweise hatte ich hier das Gefühl, dass es sich um exakt denselben Wortlaut handelte.

Besonders interessant fand ich auch hier wieder die Thematik innerhalb der Finanzwelt, da sie sich von den Thrillern, die ich sonst lese, stark unterscheidet.
Die Finanzthemen, die in diesem Buch behandelt wurden, waren wesentlich komplexer als im 1. Band und somit manchmal schwer zu verstehen.
Obwohl ich mich gerne etwas tiefgehender mit dem Thema beschäftigen wollte, war es mir hier deutlich zu viel.

Die zahlreichen und schnellen Orts- und Zeitwechsel waren sehr wirr und haben meiner Meinung nach den Lesefluss eher gebremst.
Zudem wurden öfters einige Tage am Stück übersprungen, wodurch die Ereignisse in Frankfurt, dem vermeintlichen zentralen Ort, viel zu kurz kamen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Vielzahl der Personen, mit denen Laura zusammenarbeitet. Trotz der Personenliste am Anfang des Buches waren mir die neuen Charaktere zu unübersichtlich.
Im Verlauf des Buches musste ich immer wieder überlegen, um wen es sich bei bestimmten Namen handelt, was den Lesefluss erheblich beeinträchtigte.

Ein großes Highlight der Thriller ist und bleibt die Protagonistin Laura, die ich bereits im 1. Band sehr sympathisch fand und mit der ich sehr gerne mitfiebere.

Das offene Ende des ersten Bands wurde hier gar nicht mehr thematisiert und es hat mich sehr verwirrt, dass eine Situation mit der betroffenen Person so stattgefunden hat.

Für einen Thriller haben mir hier auch definitiv einige Elemente gefehlt, die viele bereits beim Vorgängerband kritisiert haben.
Besonders zum Ende hin wurde der Erzählstrang flach und der absolute Nervenkitzel blieb aus, obwohl sich die Protagonisten in sehr verzwickten Situation befanden.
Allerdings gab es kurz vor Schluss noch einige unerwartete Ereignisse, die hoffen lassen, dass diese in einer Fortsetzung aufgelöst werden.

Mich konnte dieser Band aufgrund einiger Kritikpunkte nicht so sehr überzeugen und er war für mich deutlich schwächer als der 1. Band.
Der fesselnde Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgten zwar für durchgehende Spannung und ich habe diesen Thriller auch sehr schnell durchgelesen, aber insgesamt konnte mich das Buch nicht wirklich mitreißen.
Daher vergebe ich 3 / 5 Sternen und empfehle den Band nur denen, die tiefer in die Finanzwelt eintauchen möchten.

Danke für das Rezensionsexemplar Vorablesen!

Buchdetails:

Ausgabe: Taschenbuch
Verlag: Droemer Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 03.04.2023
ISBN: 978-3-426-30927-8
Seitenanzahl: 320
Preis: 11,99 €

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