Ein Krimi, der durch die kulturellen Hintergründe Chinas und die Geschichte Mosambiks und der DDR eher einem Politroman ähnelt.

In „Die Spiele“ begeben wir uns auf eine kulturelle und geschichtliche Reise nach China. Wer einen fesselnden Kriminalfall erwartet, könnte hier womöglich enttäuscht werden, denn die Ermittlungen als auch die Entscheidung über die Olympischen Spielen stehen nicht im Fokus der Handlung.
Stattdessen haben mir die kulturellen Hintergründe Chinas, die Geschichte Mosambiks und der DDR sowie die politischen Themen erstaunlich gut gefallen.
Die Handlung wird in wechselnden Perspektiven und Zeitebenen erzählt. Dadurch werden die Geheimnisse der Charaktere zwar erst nach und nach enthüllt, jedoch wurde mir die Vielzahl der Personen viel zu oberflächlich beschrieben, sodass ich keinen persönlichen Bezug zu ihnen herstellen konnte.
Zudem kam es nicht nur durch die langen Kapitel immer wieder zu einigen zähen Stellen, weshalb beim Lesen des Buches kein Spannungsbogen entstehen konnte. Selbst die Auflösung konnte dieses Problem nicht auszugleichen.
Insgesamt hatte ich immer wieder Schwierigkeiten, wirklich in die Handlung einzutauchen, da dieses Buch definitiv mehr Konzentration erfordert und man dieses nicht mal eben weglesen kann.
Für mich stellte es eher einen Politroman als mit einen spannenden Krimi dar. Da ich trotzdem vieles über die behandelten Themen lernen konnte, vergebe ich 2,5 / 5 ⭐.
Danke an den @DuMont Buchverlag für das Rezensionsexemplar!
Buchdetails:
Ausgabe: Hardcover
Verlag: DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum: 13.02.2024
ISBN: 978-3-8321-6807-0
Seitenanzahl: 416
Hinterlasse einen Kommentar