„Die Brandung – Moorengel“ von Karen Kliewe

Die ständigen Perspektivenwechsel sorgten hier zwar für Spannung, waren allerdings stellenweise zu viel und bremsten meinen Lesefluss.

Bewertung: 3.5 von 5.

Das Buch beginnt mit einem rasanten Einstieg, der durch die wechselnden Perspektiven innerhalb der längeren Kapitel geprägt ist.

Obwohl der Fall an sich spannend ist, konnte mich die Handlung kaum packen. Dennoch ließ sich der Krimi aufgrund des relativ flüssigen Schreibstils gut und schnell lesen.
Die Ermittlungsarbeiten plätscherten eher vor sich hin und blieben teilweise nicht ganz nachvollziehbar. Besonders die Ermittlung der Namen der Leichen erschien mir etwas willkürlich und unplausibel.

Die meisten Charaktere blieben mir unnahbar, einzig Fria und die kleine Tilda fand ich toll gezeichnet. Sie brachten etwas Wärme und Menschlichkeit in die Geschichte.

Die ständigen Perspektivenwechsel sorgten zwar teilweise für Spannung, waren aber oft zu schnell und zahlreich, sodass bei mir kein wirklicher Lesefluss aufkommen konnte.
Sehr gut gefallen haben mir dagegen die Beschreibungen der Umgebung und des Settings, die für detaillierte und lebendige Bilder sorgten.

Zum Ende hin nahm die Handlung wieder an Fahrt auf und sorgte für Spannung. Mein Verdacht, den ich ab Mitte des Buches hatte, hat sich letztlich als wahr erwiesen.
Dennoch hat mir die Auflösung gefallen und sie rundete den Krimi gut ab.

Die häufigen Wechsel der Erzählperspektive wirkten stellenweise überladen und störten meinen Lesefluss mehr, als dass sie die Spannung steigerten.
Beeindruckt haben mich dagegen die Beschreibungen und das Setting an der Ostsee, die lebendige Bilder entstehen ließen. Von mir gibt es eine Empfehlung für alle Ostsee-Fans, und ich vergebe 3,5 ⭐️.

Vielen lieben Dank @dtv_verlag für das Rezensionsexemplar!

Buchdetails:

Ausgabe: Paperback
Verlag: dtv Verlag
Erscheinungsdatum: 14.03.2024
ISBN: 978-3-423-263825
Seitenanzahl: 384

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