Thriller in verlassenem Setting, das eine unheimliche Atmosphäre schaffte, in der allerdings keinerlei Spannung aufkam.

Die fesselnde, unheimliche Atmosphäre sorgte von Beginn für einen stetigen Lesefluss. Dennoch hatte ich einige Schwierigkeiten, richtig in die Handlung einzutauchen. Vor allem der Schreibstil erschwerte es mir, konzentriert dran zu bleiben.
Die zwischengeschobenen Kapitel in der Vergangenheit lockerten die Handlung zwar gut auf, sorgten aber weder für zusätzliche Spannung noch leisteten sie einen wertvollen Beitrag zur Gesamthandlung des Buches.
Im Mittelteil flachte die ohnehin kaum vorhandene Spannung noch mehr ab. Insbesondere die ständigen Wiederholungen führten dazu, dass sich die Handlung immer wieder im Kreis drehte.
Die Charaktere waren mir alle durchweg unsympathisch und fremd und ich konnte diese teilweise auch nicht greifen. So fand ich die Protagonistin durch ihre andauernden und im Kreis drehenden Gedanken sehr anstrengend.
Die Auflösung konnte mich dann auch nicht mehr wirklich mitreißen und auch die Wendungen waren von keinerlei Besonderheit geprägt. Für einen Thriller beinhaltete mir das Buch zudem viel zu viel Familiendrama. Der „versöhnliche“ Abschnitt am Ende war zwar ganz nett, aber irgendwie etwas unnötig für einen Thriller.
Insgesamt konnte mich „Das Resort“ nicht überzeugen. Trotz des unheimlichen Settings fehlte es dem Thriller an Spannung, und die Handlung war sehr schleppend. Da ich das Buch dennoch innerhalb weniger Tage gelesen habe, vergebe ich 3 von 5 ⭐️.
Danke für das Rezensionsexemplar Bloggerjury!
Buchdetails:
Ausgabe: Taschenbuch
Verlag: Lübbe
Erscheinungsdatum: 28.03.2024
ISBN: 978-3-404-19277-9
Seitenanzahl: 384
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