„Gestehe“ von Henri Faber

Ein Thriller mit österreichischem Humor, der allerdings einige Längen hatte.

Bewertung: 3.5 von 5.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und schafft es stellenweise, mich gut abzuholen. Dennoch hat es lange gedauert, bis ich in die Handlung hineinkam. Vielmehr schleppte ich mich anfangs eher durch die Seiten, was dazu führte, dass ich das Buch schließlich für eine Weile beiseitelegte.

Auch beim zweiten Versuch hatte ich einen schwierigen Einstieg ins Buch, und es gab immer wieder Längen. Nach dem ersten Drittel entwickelte sich die Spannung allmählich, und die kürzeren Kapitel trugen zu einem besseren Lesefluss bei, sodass ich eher durch die Seiten fliegen konnte. Trotz einiger interessanter Wendungen flachte die Handlung jedoch immer wieder ab und konnte mich letztendlich nicht packen.

Positiv hervorzuheben sind die Protagonisten, die echt toll gezeichnet sind. Der unterschwellige österreichische Humor war ebenfalls ein Element, das mir sehr gefallen hat. Die Perspektivenwechsel aus drei Sichten waren zwar gut, um die beiden Protagonisten besser kennenzulernen, aber die Kapitel aus der Sicht von „Er“ konnten mich nicht abholen.

Die Struktur des Thrillers in sechs Teile hat meinen Lesefluss eher gebremst als Spannung aufzubauen, wozu auch die langen Kapitel beitrugen.
Auch die Auflösung der Geschichte konnte mich nicht wirklich begeistern. Dagegen rundete das Ende des Buches die Handlung schön ab.

Insgesamt hat mir „Gestehe“ beim zweiten Anlauf besser gefallen als beim ersten, war aber leider dennoch kein Highlight. Trotz einiger Stärken, wie den gut gezeichneten Protagonisten und dem subtilen Humor, überwogen für mich die Schwierigkeiten, in die Handlung hineinzufinden, die Längen und die enttäuschende Auflösung.
Von mir gibt es daher 3,5 ⭐.

Danke für das Rezensionsexemplar @lovelybooks.de und @dtv_verlag!

Buchdetails:

Ausgabe: Paperback
Verlag: dtv Verlag
Erscheinungsdatum: 15.02.2024
ISBN: 978-3-423-26380-1
Seitenanzahl: 448

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