Das Sachbuch eröffnet interessante Perspektiven auf die kalte Jahreszeit, war mir allerdings zu langatmig und wissenschaftlich.

Bereits von Beginn an sind die Vergleiche zwischen den gemütlichen und den düsteren Aspekten des Winters treffend, feinfühlig und sehr schön ausgearbeitet.
Im weiteren Verlauf erweist sich das Buch jedoch als langatmig und stellenweise zäh. Es ist häufig überladen mit Studienergebnissen, Fachbegriffen und wissenschaftlichen Fakten, die oft Randthemen betreffen und zu sehr in den Mittelpunkt rücken. Das bremst den Lesefluss und lässt den roten Faden verschwimmen.
Besonders gelungen ist der Blick auf den Umgang mit dem Winter in anderen Ländern. Diese kulturellen Perspektiven eröffnen spannende neue Sichtweisen und zeigen, welche Rituale oder Haltungen sich in dieser Jahreszeit entwickelt haben.
Positiv hervorzuheben sind die Tipps am Ende jedes Kapitels. Sie fassen die Kerngedanken gut zusammen und eignen sich hervorragend zum späteren Nachschlagen.
„Wintern“ hat mir einen neuen Blickwinkel auf die einst von mir verhasste, kalte und düstere Jahreszeit eröffnet. Das Sachbuch liefert einige interessante Impulse und alltagstaugliche Denkanstöße, verliert sich jedoch häufig in wissenschaftlichen Details und ausufernder Theorie. Trotz spannender kultureller Perspektiven wirkt das Buch dadurch oft langatmig – mehr Fokus hätte dem Buch gutgetan.
Bewertung: 3 / 5 Sterne
Buchdetails:
Ausgabe: Taschenbuch
Verlag: Klett-Cotta
Erscheinungsdatum: 18.10.2025
ISBN: 978-3-608-96658-9
Seitenanzahl: 368
Genre: Sachbuch
Hinterlasse einen Kommentar